Gedenkbrunnen für am 20. Oktober 1940 nach Gurs deportierte Freiburger Juden

Leserbrief in der Badischen Zeitung (BZ) vom 8. August 2018 im Zusammenhang mit dem Artikel in der BZ vom 16. Juli 2018, Seite 21, "Respektvoll und lebendig zugleich"

Da plantschen Kinder im Gedenkbrunnen für die jüdische Synagoge, die 1938 in der Reichsprogromnacht von den Nationalsozialisten niedergebrannt wurde und die Ausgangspunkt für die Ermorung vieler Freiburger Juden in Konzentrationslagern war, und da kommentieren Eltern, deren Tochter gerade im Brunnen badet im oben genannten Artikel ihr Verhalten mit: "Ich fühle mich deshalb nicht schuldig" (der Vater) und "Für was soll das Wasser denn sonst gut sein?" (die Mutter). Für mich fühlt sich das so an, als würde die Freiburger Bevölkerung für sich den Hauptfriedhof zum Grillen entdecken, der vielen schattenspendenden Bäume wegen.

helmut friedrich, freiburg

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